Spatenstich für Kinderhaus KindSeins in Altensittenbach

Investition in die Zukunft von Familien und Gesellschaft

Das Kinderhaus „KindSeins“ wird die bestehende Kinderkrippe „UnserEins“ in Altensittenbach räumlich und pädagogisch erweitern. Das neue Kinderhaus wird integrativ arbeiten – also auch Kinder mit Förderbedarf aufnehmen. Insgesamt entstehen 127 Betreuungsplätze, davon 50 im Kindergarten und 75 im Hort.

Bauherr des rund 6,5 Millionen Euro umfassenden Projektes ist der ASB Regionalverband Nürnberger Land. Betrieben wird das Kinderhaus von den ASB WunderKindern, die bereits Träger der bestehenden Krippe sind und über umfassende Erfahrung im Betrieb von Kinderhäusern verfügen.

Die Inbetriebnahme ist zum Beginn des Schuljahres 2027/28 geplant, mit geplanter Fertigstellung im August 2027 und anschließendem Probebetrieb.

ASB-Vorstand Bruno Schmidt betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Wir danken der Stadt Hersbruck, insbesondere der Verwaltung und dem Stadtrat, für die hervorragende Zusammenarbeit. Es wird ein tolles Haus – auch architektonisch – und es wird die Kinderbetreuungslandschaft ergänzen und stärken.“

Ilg: „Der ASB ist starker Partner“

Aus kommunaler Sicht ist das Kinderhaus ein bedeutender Baustein in der Hersbrucker Betreuungslandschaft. Bürgermeister Robert Ilg hob hervor, dass der ASB ein „starker Partner“ in der Kinderbetreuung sei. „Hier entsteht etwas, das den Kindern eine gute Heimat gibt und den Stadtteil Altensittenbach aufwertet.“ Die Holzfassade, auf die man sich nach längeren Gesprächen geeinigt habe, sei ein gelungener Kompromiss zwischen Ästhetik und Nachhaltigkeit.

Landrat Armin Kroder sprach von einem „Freudentag“ und verwies darauf, dass die Baugenehmigung bereits erteilt sei, was bei Bauprojekten am Beginn nicht immer der Fall sei: „Es kann also losgehen. Mein Dank gilt dem ASB für sein großes Engagement für die Kinderbetreuung im Landkreis.“

Architektonisch setzt das Kinderhaus KindSeins auf ein nachhaltiges und modernes Konzept. „Seit eineinhalb Jahren planen wir an dem Gebäude“, erklärte der verantwortliche Architekt Reinhard Graf. Vorgesehen sind vier miteinander verbundene Gebäudeteile mit Überdachungen, eine zweigeschossige Bauweise für Hort und Kita sowie eine zentrale Mensa. Nachhaltigkeit spielte eine zentrale Rolle in der Planung. Verbunden werden die Gebäude durch einen weithin sichtbaren Spielturm.

ASB-Geschäftsführer Tino Städtler unterstrich die langfristige Perspektive: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Er betonte: „Eine vitale Stadt entsteht durch Familien und Kinder.“ Sein Dank galt insbesondere den Fachplanern und politischen Unterstützern des Projekts.

Botschafter Matthias Schindler: Haus steht für positive Zukunft

Ein besonderer inhaltlicher Fokus des neuen Kinderhauses liegt auf Integration, Teilhabe und Gemeinschaft. Gemeinsam mit Integrationsbotschafter Matthias Schindler wurde deshalb die Kampagne „Chancen formen Zukunft“ ins Leben gerufen. Schindler betonte:

„Uns wird die Zukunft oft düster beschrieben – hier gestalten wir eine positive Zukunft für Kinder und Gesellschaft“

Er verwies auf seine eigenen Erfahrungen im (Para-)Sport, in dem er seit einer inkompletten Querschnittslähmung höchst erfolgreich ist: „Das Beste aus den eigenen Möglichkeiten zu machen, gelingt nie allein – dahinter stehen immer Menschen. Gemeinschaft macht den Unterschied.“ Vielfalt sei dabei keine Ausnahme, sondern Normalität: „Alle Menschen sind unterschiedlich, aber gleich wertvoll.“

Für Familien bedeute das neue integrative Kinderhaus vor allem eines: Stabilität im Alltag. „Es braucht Orte, die stärken“, so Schindler weiter. „Dieses Kinderhaus ist weit mehr als ein Gebäude – es ist ein Ort, der Sicherheit gibt, verbindet und zeigt: Niemand muss seinen Platz immer wieder neu suchen – er ist von Anfang an da.“

Zentrales Element der begleitenden Inklusions-Kampagne ist eine sogenannte Wunschbox. Sie lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, ihre Ideen, Wünsche und Erfahrungen einzubringen – insbesondere zu den Themen Kinder, Integration und Inklusion. Die Beiträge sollen langfristig in die Entwicklung des Kinderhauses einfließen. Ergänzt wird die Initiative durch weitere Dialogformate, unter anderem im Rahmen eines pädagogischen Fachtags. Die Wunschbox wird in den nächsten Wochen im Bürgerbüro aufgestellt und geht dann an weitere Standorte im Landkreis. Unter anderem wird sie im Landratsamt zugänglich sein.

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