ASB-Fahrdienst: Spatenstich für eines der größten Zentren für Soziale Mobilität in der Metropolregion Nürnberg

Der Lade- und Logistikpark wird eine moderne Logistikzentrale, eine eigene Fahrerakademie, eine Werkstatt sowie 36 Ladesäulen für die E-Fahrzeuge des Sozialverbandes umfassen. In einer zweiten Ausbaustufe wird die Infrastruktur um weitere 24 Ladepunkte erweitert. Zudem entstehen in der Silberstraße zusätzliche Stellplätze für die Fahrzeugflotte des ASB, die bislang zum Teil noch am Laufer Südring untergebracht sind. Dadurch wird das Wohngebiet rund um die ASB-Zentrale vom Verkehr entlastet. Gespeist wird der neue Lade- und Logistikpark, der im Sommer 2027 fertig gestellt wird, Großteils über Solarenergie.

„Wir haben in den vergangenen Jahren viel Geld für die Professionalisierung unseres Verbandes in die Hand genommen. Beim neuen Lade- und Logistikpark sprechen wir von einer Investition von rund 3,5 Millionen Euro. Es ist Geld, das aus unserer Sicht gut und nachhaltig angelegt ist, nämlich in Soziale Mobilität“, erklärte ASB-Vorstand Bruno Schmidt beim Spatenstich.  „Wir tätigen diesen Invest für die Menschen in der Region, um den ASB-Fahrdienst für sie zukunftsfähig zu machen.“

Schmidt dankte Bürgermeister Thomas Lang und der Stadt Lauf für die gute Zusammenarbeit. „Ihr habt uns bei unserem Vorhaben gut unterstützt.“ Thomas Lang betonte, die Stadt Lauf profitiere von dem Bau des Lade- und Logistikparks. „Er ist nicht nur eine Investition in ein Gebäude und in Stellplätze, sondern auch in Arbeitsplätze.“ Er freue sich, dass das Gewerbegebiet in der Silberstraße durch den Neubau nun sichtbar wachse. Neben dem ASB planen dort auch die Firmen Bisping & Bisping, iFiber und Psyma Neubauten.

Landrat Armin Kroder sagte, das Grundstück für den Lade- und Logistikpark sei durch seine unmittelbare Nähe zur A9 ein „perfekter Platz“, um Menschen Mobilität zu ermöglichen.  „Das ist ein nachhaltiger Invest und ich wünsche dem ASB, dass er sich auch amortisiert.“  Soziale Mobilität finde im Mikrokosmos statt, „entscheidend ist, dass jemand, der Hilfe benötigt, vor Ort in ein Fahrzeug steigen kann, das ihn befördert.“

Zustimmung zu dem Projekt kommt auch vom ASB-Landesverband. Geschäftsführer Jarno Lang sagte, der Landesverband stehe zu 100 Prozent hinter dem Vorhaben. „Wir sind überzeugt, dass die Zukunft des Sozialen Fahrdienstes in guter Erreichbarkeit an Verkehrsknotenpunkten und in nachhaltiger Energie liegen wird. Da ist der ASB Nürnberger Land Vorreiter, da müssen wir als Verband in den nächsten Jahren ebenfalls strategisch dran arbeiten.“

„Professionalisierung und Digitalisierung sind für uns kein Selbstzweck. Sie helfen uns dabei, unsere wichtigste Aufgabe noch besser zu erfüllen: Menschen zuverlässig zu versorgen und ihnen Mobilität zu ermöglichen“, sagt ASB-Geschäftsführer Tino Städtler. „Als Teil des ASB in Bayern verstehen wir diese Investition nicht nur als Weiterentwicklung unseres eigenen Sozialen Fahrdienstes. Sie ist zugleich ein Beitrag zu dem gemeinsamen Anspruch, soziale Dienstleistungen für die Menschen dauerhaft leistungsfähig, verlässlich und zukunftsfähig zu gestalten.“

Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Leistungszahlen wider: Im Jahr 2025 organisierte die ASB-auxi knapp 20.000 Patientenfahrten im Landkreis Nürnberger Land und der Region, führte täglich 270 Linienfahrten mit rund 480 Fahrgästen durch und legte mit 250 Mitarbeitenden sowie 120 Fahrzeugen insgesamt 3,2 Millionen Kilometer zurück. Neben dem Linienfahrdienst ist der Klinikfahrdienst der wichtigste Leistungsbereich.

In den kommenden Jahren soll der Fuhrpark nach und nach umgebaut werden. „Elektromobilität ist die Zukunft. Nach einer dreijährigen Erprobungsphase werden wir künftig jährlich rund zehn Prozent unserer Fahrzeugflotte erneuern und dort, wo es technisch, organisatorisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, auf emissionsarme Antriebstechnologien umstellen“, sagt auxi-Geschäftsführer Philipp Elsasser.  „Wir setzen neue Technologien dort ein, wo sie unseren Fahrgästen und unseren Fahrerinnen und Fahrern einen echten Mehrwert bieten und die Versorgungssicherheit langfristig stärken. Hinter jeder Fahrt steht ein Mensch, der auf uns vertraut. Dieses Vertrauen ist Ansporn und Verpflichtung zugleich.“

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